Welcher Arzt behandelt Parodontitis?
- Dr. Rick
- 23.02.2026
- 5 Minuten
Inhaltsverzeichnis
Zahnfleischbluten, Mundgeruch, lockere Zähne oder zurückgehendes Zahnfleisch, viele Betroffene sind verunsichert, wenn solche Symptome auftreten. Häufig stellt sich dann die Frage:
„Welcher Arzt ist eigentlich für Parodontitis zuständig?“
In diesem Beitrag erklären wir, wer Parodontitis behandelt, wann Sie richtig aufgehoben sind und warum eine frühzeitige Therapie so entscheidend für den Zahnerhalt ist.
Kurz erklärt: Wer behandelt Parodontitis?
Parodontitis wird vom Zahnarzt behandelt.
Dabei handelt es sich um ein eigenes Fachgebiet der Zahnmedizin, die sogenannte Parodontologie. Zahnärzte sind speziell dafür ausgebildet, Erkrankungen des Zahnfleischs und des Zahnhalteapparats zu diagnostizieren und gezielt zu therapieren.
Was ist Parodontitis überhaupt?
Parodontitis ist eine chronische bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparats. Sie betrifft nicht nur das Zahnfleisch, sondern auch den Kieferknochen und die Fasern, die den Zahn im Knochen verankern.
Unbehandelt kann Parodontitis:
- zu Zahnlockerung und Zahnverlust führen
- den Kieferknochen abbauen
- mit Allgemeinerkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammenhängen
Gerade weil Parodontitis oft schmerzarm oder unbemerkt beginnt, ist eine zahnärztliche Kontrolle besonders wichtig.
Warum ist der Zahnarzt der richtige Ansprechpartner?
Zahnärzte sind darauf spezialisiert, Erkrankungen im Mundraum frühzeitig zu erkennen und ganzheitlich zu behandeln. Dazu gehört auch die Parodontitis-Therapie, die aus mehreren aufeinander abgestimmten Schritten besteht:
- Untersuchung von Zahnfleisch und Zahntaschen
- Messung der Taschentiefen
- Röntgendiagnostik (falls erforderlich)
- Entfernung bakterieller Beläge ober- und unterhalb des Zahnfleischrands
- Langfristige Nachsorge und Prophylaxe
Hausärzte oder andere Fachärzte können Parodontitis nicht behandeln, da es sich um eine zahnmedizinische Erkrankung handelt.
Wann ist eine spezialisierte Parodontitisbehandlung sinnvoll?
In vielen Fällen kann Parodontitis erfolgreich in der Zahnarztpraxis behandelt werden. Bei fortgeschrittenen oder aggressiven Formen kann es sinnvoll sein, dass der Zahnarzt:
- eine erweiterte Parodontitistherapie durchführt oder
- spezielle Techniken wie Laser- oder regenerative Verfahren einsetzt
Wichtig ist: Die Behandlung bleibt immer zahnärztlich geführt, auch wenn moderne Zusatzverfahren zum Einsatz kommen.
So läuft die Behandlung von Parodontitis beim Zahnarzt ab
- Befundaufnahme & Diagnose Untersuchung des Zahnfleischs, Messung der Zahntaschen und Beurteilung des Entzündungsgrades.
- Vorbehandlung & Aufklärung Professionelle Zahnreinigung, Beratung zur Mundhygiene und Erklärung der Therapie.
- Parodontitis-Therapie (Tiefenreinigung) Gründliche Reinigung der Zahnfleischtaschen, um bakterielle Beläge zu entfernen.
- Nachsorge & Erhaltungstherapie Regelmäßige Kontrollen und professionelle Reinigungen zur Stabilisierung des Behandlungserfolgs.
Fazit von Dr. med. dent. Rick
Parodontitis ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die jedoch gut behandelbar ist, wenn sie frühzeitig erkannt wird. Je früher die Therapie beginnt, desto besser lassen sich Entzündungen, Knochenabbau und Zahnverlust verhindern. Mit einer strukturierten Behandlung und konsequenter Nachsorge kann die Erkrankung in vielen Fällen dauerhaft gestoppt und stabilisiert werden.
Machen Sie sich also keine Sorgen: Wenn Sie Anzeichen wie Zahnfleischbluten, Mundgeruch oder lockere Zähne bemerken, ist eine frühzeitige Untersuchung der wichtigste und richtige Schritt.
Häufige Fragen
Behandelt ein Hausarzt Parodontitis?
Reicht eine normale Zahnreinigung bei Parodontitis aus?
Kann Parodontitis vollständig geheilt werden?
Was passiert, wenn Parodontitis unbehandelt bleibt?
Woran erkenne ich, ob ich Parodontitis habe?
Wie lange dauert eine Parodontitisbehandlung?
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